1971-1980

1972 - Deutscher Wandertag in Siegen

1971
Wird von 10-15 Halbtagswanderungen berichtet.

1972
Ein neuer Aufschwung ist zu verzeichnen. 5 neue Bänke werden aufgestellt, 10 ausgebessert. Genügend Holzlatten,
Schrauben und Farbe stehen zur Verfügung. Die Bänke werden mit Schildern unserer Abteilung versehen.
Im Feuerwehrgerätehaus steht ein Raum für Bänke und Latten bereit. Für die wieder zu veranstaltende
Familienfeier wird ein Festkomitee gewählt.

1973
Der Aufschwung setzt sich fort. Der Mitgliederstand wächst in einem Jahr von 50 auf 68. An 9 Wanderungen beteiligen
sich 229 Wanderfreunde. Das erste Waldfest (damals noch im Eichenwäldchen) ist ein guter Erfolg. Mit 64 Teilnehmern
in 2 Bussen wird das Fantasialand besucht. Die Kasse schwillt auf 2722,78 DM an.
Erste Veröffentlichungen in den Tageszeitungen.

1974
Der Bau eines eigenen Wanderheims wird in Angriff genommen. 800 DM kostet die Baracke in Büschergrund,
die abgerissen und bei der Firma Bender eingelagert wird. Eine Bauvoranfrage wird an die Gemeinde Wilnsdorf gestellt.
Tische und Bänke für 100 Personen werden gezimmert. Bereits 42 eigne Bänke sind zu betreuen.
Antrag auf Eintrag ins Vereinsregister (e.V.) wird vorgenommen. Die Erhaltung des Flammersbacher Backes wird mit
viel Akribie betrieben, aber von der Gemeinde negativ beschieden. Höhepunkt des Jahres ist die Bezirkssternwanderung
nach Flammersbach, verbunden mit einem Wald- und Heimatfest (Eichenwäldchen)
Bei 14 Wanderungen werden 194 km zurückgelegt.

1975
Der Bau des eigenen Wanderheims bestimmt das Jahr. Samstags wird um 8 Uhr angefangen zu arbeiten, dienstags
und Donnerstags jeweils ab 17 Uhr. Gleichzeitig wird an 2 Baustellen gearbeitet. Zum einen müssen Keller und das
Fundament erstellt werden und zum anderen wird die gekaufte Baracke völlig überholt. Dringende Aufrufe an alle Mitglieder,
doch mitzuarbeiten, werden verteilt. Um die Finanzierung zu sichern, werden Bausteine im Werte von 5 bis 10 DM verkauft.
Dies geschieht zweimal, um den Baufortschritt zu gewährleisten. Spendiertes Bier wird wieder verkauft, um Steine und
Baumaterial erwerben zu können. Trotz der vielen Arbeiteinsätze steht im Wanderplan u. a.: Quellenwanderung,
Familienfeier, Rabenhain, Köhlerhütte, Ferndorf, Waldfest, Abendwanderung und vieles mehr. Treffpunkt für Wanderungen
ist jetzt schon das SGV-Wanderheim. Erstmals wird von einer Nikolausfeier und vom Jahresabschluß
im SGV-Wanderheim berichtet.

1976
Endlich ist es soweit. Das eigene Wanderheim, das mit viel Mühe, Schweiß und Entbehrungen gebaut worden ist,
wird offiziell eingeweiht. Viele Ehrengäste sind erschienen. Am nächsten Tag ist für alle Interessenten das Wanderheim geöffnet.
Zu Recht und mit viel Stolz wird das Vollbracht gezeigt. Ein neuer Abschnitt im aktiven Vereinsleben beginnt. So werden zum
1. Mal die älteren Bürger aus Flammersbach zu einem Seniorennachmittag eingeladen. Es werden Film- und Spielabende
eingerichtet, kurzum, es ist immer was los. Neben den Veranstaltungen im Wanderheim werden noch 20 Wanderungen
unternommen, an denen 485 Wanderer teilnehmen. Zusammen legten diese 6.656 km zurück, was einer Strecke von Siegen
nach Kalkutta entspricht. Auch die Jungend wandert eifrig mit. Es werden als Wanderziele genannt: Burg Haichen,
Heimatstube Grissenbach, Rund um Herscheid, Dillquelle, Berleburg, Besuch beim Schellenschmied,
Naturpark Rothaargebirge u.v.m.

1977
Unglaublich aber wahr: 29 unserer Wanderer einschl. unserer Kinder und Jugendlichen legten bei der Volkswanderung
„Rund um Herscheid“ jeweils 35 km zurück und erhalten dafür ein goldenes Abzeichen. 11 Halbtagswanderungen und
10 Tageswanderungen sind es in diesem Jahr, mit 564 Teilnehmern. Weitere Wanderungen im Taunus, Rund ums Weißtal,
Eckenhagen, Eisernhardt, Rödgen, Dreiherrnstein, Ginsburg, Protestmarsch im Geiersgrund. Im Wanderheim werden Filme
vorgeführt, eine Silvesterfeier findet statt. Besuch einer Gruppe aus Israel, andere Abteilungen besuchen uns, Tanz in den
Mai, u.v.m. Das 40jährige Bestehen wird Samstags mit einem kleinen Festkommers eröffnet. Trotz sehr schlechten Wetters
kommen am Sonntag Tanzgruppen aus Geisweid und Ferndorf. Laut Zeitungsbericht ist man aber mit dem Fest doch noch
zufrieden. Für noch fällige Außenarbeiten am Wanderheim sind Schaufel, Hacke und Schubkarre mitzubringen.
Frühstück wird gestellt.

1978
Entgegen der stürmischen Vorjahre ist das Jahr 1978 ein Jahr der Festigung und Besinnung (SZ 30.01.) Ein langgehegter
Wunsch des 1. Vorsitzenden Horst Hänchen, eine Jugendabteilung zu gründen, wird Wirklichkeit. Ein Gruppenleiterteam ist
gefunden. Um das Skilaufen zu fördern, wird eine Skiabteilung ins Leben gerufen. 21 Wanderungen werden durchgeführt,
davon 2 Mehrtagswanderungen, an der Mosel und in Sohlbach. 411 km werden erwandert. Das Gebirgsfest in Olsberg und
das Bezirkssterntreffen in Fellinghausen werden besucht. Kassenstand ist in Ordnung. Wegenetz 26 km.

1979
Im Jahresbericht ist von extrem schlechten Wetter die Rede. Viele Wanderungen fallen buchstäblich ins Wasser. Trotzdem
finden 18 Veranstaltungen statt. U.a.: Führung durch das Siegerlandmuseum mit dem bekannten Heimatforscher Alfred Lück.
Mehrtägige Wanderungen in der Eifel und an der Mosel. Jahresausflug zur Bundesgartenschau nach Bonn. Erstes großes
Pfingstzeltlager mit über 200 DWJlern in Flammersbach, Mehrtagesfahrt der Wanderjugend zum Christkindelsmarkt nach
Nürnberg, der Fahrradführerschein wird gemacht, die Wanderjugend zählt 80 Kinder, die in zwei Gruppen aufgeteilt sind.
Zum ersten mal erscheint die Vereinszeitung, das „Stemmich-Blättche“. Ein „Erste-Hilfe-Kurs“ wird im Wanderheim durchgeführt.
Silvesterdeier im Wanderheim.

1980
Es wird wieder weiter gebaut. Um einen geeigneten Raum für die Jugend zu schaffen, werden der jetzige Unterstand und
ein Lagerschuppen angebaut.. Am Gebirgsfest in Netphen beteiligt man sich mit einem Festwagen, die Jugend am Zeltlager.
Der Sieghöhenweg, der direkt an unserem Wanderheim vorbeiführt, wird eingeweiht. Gemeinschaftswanderungen mit den
Abteilungen Rudersdorf, Fellinghausen und Oberfischbach finden bei uns statt. Die Skiabteilung berichtet von einer
10tägigen Freizeit in Brandmatt (Schwarzwald), von einer Skibörse und der Erringung eines Wanderpokals. 2 Mitglieder
nehmen an einer mehrmonatigen Wanderführerausbildung in Arnsberg teil. Eine Mehrtags-Radwanderung findet in der
Lüneburger Heide statt. Die Jugend beteiligt sich am Dorfgemeinschaftsfest
(spendet 500 DM) sowie an den Wilnsdorfer Ferienspielen. Außerdem besucht sie die Karl-May-Festspiele in Elspe und die
Bundeswehr in Burbach. Die erste Jugenddisco läuft im Wanderheim ab.
Der Verein hat jetzt 191 Mitglieder.

 
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